Heute mal mein Beitrag zur Gleichberechtigung. Sicher kennen die meisten von euch Frauen, die unendlich viele Schuhe oder Handtaschen besitzen, halt für jede Gelegenheit, jedes Outfit, jede Jahreszeit, etc. die richtigen Schuhe, oder Tasche. Ja, ich weiß, doofes Klischee, mir aber egal. Warum schreibe ich so etwas, wenn es in diesem Blog vorrangig um die Fotografie gehen soll? Ganz einfach, ich kenne kaum einen Fotografen, welcher nur eine Tasche für sein Equipment besitzt, mich eingeschlossen. Viele Fotografen sammeln quasi Taschen, immer auf der Suche nach der Einen, der Perfekten…

Bei mir ist es einmal die klassische Umhängetasche, sie ist halt praktisch, wenn man irgendwo unterwegs ist und man öfter das Objektiv wechseln muss, oder z.B. ein Rucksack nicht angemessen ist. Ich finde zum Beispiel auf Hochzeiten ist man mit der einfachen Schultertasche einfach besser dran, wer will schon einen Rucksack zum Anzug tragen?

Ein Rucksack ist natürlich praktisch, wenn man Outdoor- oder Wildlifefotos machen möchte und seine Ausrüstung weite Strecken tragen muss, da macht es schon einen riesen Unterschied, ob sich das Gewicht auf nur einer Schulter, oder auf zwei Schultern verteilt. Auch auf Reisen empfinde ich einen Rucksack einfach als praktisch, da er einfach gut zu transportieren ist und man beide Hände frei hat. (eine Schultertasche neigt ja eher mal dazu, von der Schulter zu rutschen, wenn man mit seinem restlichen Gepäck oder seinen Papieren hantiert, z.B. bei der Passkontrolle)

So das waren jetzt 2 Taschen, aber es gibt ja noch mehr Gelegenheiten… und Taschen. Ich selber besitze noch eine “Sling-Tasche”, quasi das uneheliche Kind einer Schultertasche und eines Rucksacks. Diese besitzt nur einen Träger, welcher diagonal verläuft. Die Tasche wird wie ein Rucksack auf dem Rücken getragen, will man aber an seine Ausrüstung, dann wird sie einfach nach vorne gezogen und man hat, ohne die Tasche absetzen zu müssen, Zugriff auf seine Kamera. Diese Art der Tasche vereint Vorteile, aber auch Nachteile einer Schultertasche und eines Rucksacks. Darauf werde ich in einem späteren Artikel eingehen. Ich benutze meine “Sling-Tasche” meistens beim Motorradfahren, da eine Schultertasche dabei total unpraktisch wäre und sich ein Rucksack im voller Motorradkleidung, aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit, nur umständlich ab- und wieder aufsetzen lässt. Die “Sling” zieht man nur nach vorne, Kamera raus, Foto machen, Kamera rein, Tasche wieder nach hinten und weiterfahren. Man muss nicht einmal absteigen.

Heute möchte ich euch erst mal meine Schultertasche vorstellen. Ich habe mich nach langer Recherche für die Domke J-1 aus ballistischem Nylon entschieden. Die Tasche sollte aufnehmen: Kameragehäuse, Weitwinkelzoom, Normalzoom Telezoom bis 200mm und 85mm Festbrennweite. Dazu noch 2 Systemblitze und “Kleinzeug”, wie Akkus (für Kamera/Blitze), Filter, Speicherkarten, etc. Die Testberichte zur Tasche sprachen alle von super Verarbeitungsqualität, was ich so auch bestätigen kann. Dazu ist die Tasche schön schlicht im Design und wasser- und schmutzabweisend.

Die Domke J-1 besitzt zwei sehr geräumige Außentaschen mit Polsterung, in welche locker ein Canon 1D(s) Body reinpasst. Die Polsterung kann aber auch entfernt werden, um mehr Kleinteilen Platz zu bieten.
Eine weitere Tasche mit Reißverschluss befindet sich im Deckel, die sich für flache Sachen, wie Speicherkartenetui, Filterfolien, Notizblock, etc. eignet.

Die beiden (ungepolsterten) Fronttaschen eignen sich von ihrer Größe perfekt für Systemblitze.

Im Hauptfach befindet sich ein gut gepolsterter Einsatz, welcher bis zu 4 Objektive aufnehmen kann. Die Größe der “Objektiv-Plätze” kann durch Klettverschlüsse einfach geändert werden. Auch die Position des Einsatzes kann geändert werden, da er ebenfalls mit Klett in der Tasche positioniert wird.

Das Hauptfach wird mit einer Klappe verschlossen, die entweder nur mit einem Klettverschluss gesichert ist, oder mit zwei Haken. Im “Einsatz” verzichte ich immer auf die Haken, da sie sich nicht allzu leicht öffnen lassen und meiner Meinung nach eher zum sicheren Transport gedacht sind, als zum schnellen Öffnen beim Objektivwechsel.

Die Domke J-1 wird entweder mit einem breiten Gurt, in welchen Gummifäden eingeflochten sind, was ein Herunterrutschen von der Schulter sehr zuverlässig verhindert, über der Schulter oder mit einem kürzeren Gurt einfach in der Hand getragen.

Ein weiteres gut durchdachtes Detail der Tasche ist, dass an der Rückseite, welche beim Tragen an der Kleidung reibt, eine Fläche mit feinerem Nylon angebracht ist, die verhindert, dass das grobe Nylon der Tasche die Klamotten verschleißt. In der so entstehenden Tasche kann man auch noch ein Netbook oder kleineres Notebook unterbringen.

Abschließend kann ich sagen, dass die Domke J-1 meine Erwartungen voll erfüllt hat. Aufgrund ihres unauffälligen und einfachen Aussehens, passt sie zu eigentlich jedem Outfit, daher finde ich sie gut für die Event- und Hochzeitsfotografie geeignet. Es passt einfach alles rein, was man normalerweise benötigt und der Zugriff könnte einfacher nicht sein. Die Verarbeitungsqualität ist super, das Material unverwüstlich und bei einem leichten Regenschauer bleibt der Innenraum trocken. Auch der Tragekomfort kommt durch den breiten und rutschfesten Gurt nicht zu kurz. Bei mir ist die Domke die “Allzeit-Bereit-Tasche”, welche immer gepackt ist, da sie einfach universell einsetzbar ist. Bis auf den Preis und die in Deutschland schlechte Verfügbarkeit (gibt meines Wissens nach im Moment nur einen Importeur für Domke-Taschen), ist die Tasche eine klare Empfehlung.

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